Welcome to Risen. Our mission is to guide people of all backgrounds into a personal relationship with Jesus Christ.

Herzlich Willkommen!


Im Namen der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien Hietzing begrüßen wir Sie recht herzlich auf unserer Homepage und freuen uns über Ihr Interesse. Wie Sie schnell feststellen können, ist das Angebot unserer Pfarrgemeinde vielfältig. Zentrum unseres Tuns und Redens ist das Evangelium von Jesus Christus in seiner Vielfalt.

Bitte wählen Sie aus dem reichen Angebot und treten Sie mit den Verantwortlichen der Kreise in Kontakt. Wir  freuen uns über Ihr Interesse und Ihr mögliches Kommen. Eine Übersicht bietet Ihnen unser Gottesdienstplan und unser Veranstaltungskalender.

Ihre Pfarrerin Katharina Alder & Ihr Pfarrer Dr. Hans Volker Kieweler



Die Jahreslosung 2016 lautet:

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
Jesaja 66,13


 

Die Menschen Israels sind am Ende ihrer Kräfte. Es ist der eine Schicksalsschlag zu viel; der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sie haben Gefangennehme und Exil überlebt, sie haben das Recht zur Rückkehr nach Jerusalem erfochten - verbunden mit der großen Hoffnung, dass dort alles wieder gut sein wird, das geliebte alte Leben wieder aufgenommen werden kann, das Recht wieder hergestellt ist. Aber Jerusalem ist eine zerstörte Geisterstadt. Das geliebte alte Leben wird noch lange nicht Realität. Die Enttäuschung drückt die Menschen nieder, der Schmerz raubt ihnen Sicht und Kraft.

Wer Trost braucht, ist dünnhäutig und verletzlich. Wer Trost braucht, ist weit weg von seiner oder ihrer Kraft. Wer Trost braucht, ist verfangen in eine Trauer oder einen Schmerz und aus dem Gleichgewicht gebracht. Wer Trost braucht, ist keine Hilfe; wer Trost braucht, ist anstrengend.

„Gott spricht:Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

Der wichtigste Schritt beim Trösten ist, dass es sein darf, wie es ist. Es gibt einen guten Grund für den Schmerz, die Verzweiflung, die Trauer – was es auch ist. Es darf sein, wie es ist. Und ich werde damit nicht allein gelassen. Die Menschen um mich halten das aus, nehmen mich damit wahr, glauben an Heilung - ohne mich korrigieren zu wollen. Das ist tröstlich.

Bei Gott ist der Trost unbegrenzt. An Gott können wir uns wenden, auch wenn wir es nicht schaffen, bei Menschen Trost zu suchen oder wenn Menschen, die trösten, nicht verfügbar sind.

So sein dürfen, wie wir sind – dafür ist Gott die erste Adresse! Wenn wir uns an Gott wenden, nehmen wir wahr, dass es noch Wege für uns gibt, jenseits des gegenwärtigen Schmerzes. Gott weiß, es geht weiter mit uns, wenn die Trauer überwunden ist.

Wie eine Mutter geht Gott mit unserem Schmerz um: Er wird nicht weggeredet, er darf da sein, wir lassen uns trösten.

Und: Er hat ein Ende, es gibt Neubeginne, wir nehmen unser Leben wieder auf.

Beides gehört zusammen. Die Geschichte Israels lehrt uns viel über dieses Auf und Ab des Lebens und über die Art und Weise, wie Gott tröstet. Was uns zunächst als Scheitern oder als Sackgasse erscheint, kann unter Gottes Trost zu Lebenstiefe oder Weisheit führen. Was wir vor Gott legen, wird verwandelt und führt uns zu neuem Leben.

Ich wünsche mir und uns, dass wir das Jahr 2016 in diesem Vertrauen leben – im Schönen wie im Schweren!

Mit den besten Wünschen,

Ihre Pfarrerin Mag. Katharina Alder